Im neuen bayerischen LehrplanPlus der Grundschule geht es neben der bewährten Vermittlung von Lerninhalten auch um die Schulung von Kompetenzen, die konkret den Lernprozess des einzelnen Kindes im Auge haben.

Einige dieser prozessbezogenen Kompetenzen wie z B. Reflektieren, Kommunizieren oder Argumentieren, finden in einem Lernentwicklungsgespräch praktische Anwendung.

Das Kollegium erstellt auf der Grundlage des Lehrplans für die jeweilige Jahrgangsstufe einen Einschätzungsbogen, der die Anforderungen für die einzelnen Lernbereiche transparent macht. Die Inhalte werden vorher in jeder Klasse besprochen.

Im Zeitraum von Januar bis Februar soll sich dann jedes Kind in den Jahrgangstufen 1-3 mit Hilfe dieses Selbsteinschätzungsbogens zuhause mit seinen Stärken und Schwächen einschätzen und „ankreuzen“.

Die Klassenlehrerin erstellt auf der Grundlage ihrer Schülerbeobachtung ebenfalls einen Einschätzungsbogen als Rückmeldung, der die schulische Information über den aktuellen Lernentwicklungs- und Leistungsstand des Kindes aus ihrer Sicht beinhaltet.

Im dann folgenden Lernentwicklungsgespräch (von ca. 30 Minuten) zwischen Kind und Lehrerin, im Beisein der Eltern, geht es darum, Stärken zu würdigen und bei Schwächen Fördermöglichkeiten zu besprechen.

Am Ende des Gesprächs wird eine gemeinsame, kindgerechte und realistische

Zielvereinbarung getroffen und von allen Gesprächsteilnehmern unterschrieben.

Das Original dieses Bogens erhalten die Kinder dann am „klassischen“ Zeugnistag.

Da wir sehr an der Meinung der Eltern interessiert sind, evaluieren wir kurze Zeit danach den Protokollbogen, um ihn für das kommende Schuljahr noch passgenauer für unsere Grundschulkinder zu überarbeiten.

   
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